Aktuelles

Wir begrüßen als neue Teilnehmer der Plattform P-Rück




5. Kongress PHOSPHOR – EIN KRITISCHER ROHSTOFF MIT ZUKUNFT am 19./20.11.2019

Die 2017 novellierte Klärschlammverordnung des Bundes schreibt vor, dass der im Klärschlamm enthaltene Phosphor ab 2029 wieder zurückgewonnen werden muss. Damit sind inden kommenden Jahren grundlegende Veränderungen in der Entsorgung von Klärschlamm erforderlich. Was dies konkret für die Betreiber der Klärwerke im Land bedeutet und wie sie künftig ihren Schlamm behandeln und entsorgen können,das wurde auf dem 5. P-Rück-Kongress in Stuttgart intensiv diskutiert. Dabei wurde klar, dass jetzt gehandelt werden muss.

Bereits zum fünften Mal hat der baden-württembergische Landesverband der DWA unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg zum Phosphor-Kongress nach Stuttgart-Bad Cannstatt eingeladen. „Ein kleines Jubiläum, das auch zur Standortbestimmung dienen soll“, wie der Landesverbandsvorsitzende Boris Diehm bei der Eröffnung des Kongresses anmerkte. „Phosphor – ein kritischer Rohstoff mit Zukunft“ lautet das Motto der Veranstaltung. In Anlehnung an die aktuellen Freitags-Klimademonstrationen erweiterte Diehm das Motto zu „Green Phosphor for Future“. Und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Phosphor als endliche Ressource in den vergangenen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erlangt hat – mit „zahlreichen Forschungsvorhaben, Entwicklungen und politischen Absichtserklärungen“. Mit dem ersten Phosphor-Kongress habe das Land 2015 die Initiative ergriffen. Gleichzeitig habe die EU-Kommission Phosphor in die Liste von 20 kritischen Rohstoffen aufgenommen, was die wichtige Bedeutung des Recyclings dieses in Landwirtschaft und Industrie essentiellen Rohstoffs deutlich zeigt. Allerdings seien auf dem Weg zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft viele Fragen zu beantworten, etwa wie die recycelten Phosphorprodukte aussehen und wie sich der Markt dafür interessiert.

Lesen Sie den gesamten Veranstaltungsbericht hier.


Klärschlammentsorgung

Untersteller: Verbrennung ist der „einzige richtige Weg“

Baden-Württemberg Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat die thermische Klärschlammverwertung als den „einzige richtigen Weg“ bezeichnet. „Eine bodenbezogene Verwertung, wie sie die Klärschlammverordnung des Bundes für kleinere Kläranlage weiterhin, darf hier im Land auch in Zukunft keine Rolle mehr spielen“, sagte Untersteller zu Beginn des 5. Phosphor-Kongresses in Stuttgart, „Es wäre geradezu grotesk, die Schadstoffe, die aus dem Abwasser im Klärschlamm gezielt aufkonzentriert wurden, wieder direkt über die Felder in die Umwelt zu bringen“, betonte er.

Viele Kläranlagenbetreiber und Abwasserzweckverbände im Land haben bereits damit begonnen, Strategien und Lösungen zu erarbeiten, um ihre Klärschlammentsorgung zukunftsfähig auszurichten, berichtete das baden-württembergische Umweltministerium. Dabei stehe auch die Phosphor-Rückgewinnung auf der Agenda. „Baden-Württemberg nimmt bei der Rückgewinnung von Phosphor bereits heute eine europaweit beachtete Führungsrolle ein“, sagte Untersteller. „Ausruhen dürfen und wollen wir uns auf diesem Erfolg aber nicht“, unterstrich er. Ziel sei es, weitere Projekte zur P-Rückgewinnung zu realisieren und die Verwertung von Recycling-Phosphaten im Land weiter voranzubringen.

Quelle: EUWID Wasser and Abwasser, Ausgabe 48.2019


Entsorgungsproblem Klärschlamm und Überlegungen zur Phosphor-Rückgewinnung: Landesweite Umfrage zum Status Quo der Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung

die neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV) und Düngeverordnung (DüV) haben den Entsorgungsmarkt und die Klärschlammentsorgungssicherheit bundesweit buchstäblich auf den Kopf gestellt. Fehlende Entsorgungskapazitäten haben zu Entsorgungsnotständen in mehreren Regionen Deutschlands, großen Preissteigerungen und hohen Folgeinvestitionen geführt.
Die aktuelle Situation und eine gezielte Strategieentwicklung zur Absicherung der landesweiten Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung veranlasst das Ministerium für Umwelt, Klima und Energie Wirtschaft Baden-Württemberg gemeinsam mit dem DWA-Landesverband und seiner Plattform P-RÜCK im gemeinsamen Wirken mit den Kommunalen Landesverbänden Städtetag, Gemeindetag und Landkreistag in Baden-Württemberg eine Umfrage an alle Kläranlagenbetreiber im Land zum Status Quo der Klärschlammentsorgung zu versenden. Alle Betreiber stehen vor großen Herausforderungen, die nur gemeinschaftlich mit vertretbaren Mitteln zu lösen sind.

Es ist das Bestreben aller Akteure, im Ergebnis dieser Status Quo-Ermittlung eine Strategie für Baden-Württemberg für eine langfristige Klärschlammentsorgungssicherheit und Phosphor-Rückgewinnung gemeinschaftlich zu entwickeln, um Minder-/Überkapazitäten oder Fehlinvestitionen in den Regionen zu vermeiden. Gleichermaßen ist es das gemeinsame Ziel, Impulse für neue Strukturen in der Klärschlammentsorgung und –verwertung – unabhängig von der Ausbaugröße – anzustoßen, die gleichermaßen die Pflicht zur P-Rückgewinnung beinhalten.

Die Teilnahme an der Umfrage war bis zum 16.12.2019 möglich. Wir bedanken uns herzlich bei all den zahlreichen Teilnehmern!!!


Neues Klärschlamm-Recycling in Göppingen

Im Göppinger Klärwerk ist seit Donnerstag eine Anlage in Betrieb, die aus Klärschlamm Phosphor herausfiltert. Es ist die erste derartige Anlage in Baden-Württemberg. Bislang ist Deutschland vom Import des Rohstoffs aus dem Ausland abhängig - das will das baden-württembergische Umweltministerium ändern. Das Göppinger Klärwerk soll Vorreiter sein und zeigen, wie Phosphor aus Klärschlamm möglichst effektiv und kostengünstig zurückgewonnen werden kann. Land und EU unterstützen mit 2,2 Millionen Euro. Phosphor wird in Deutschland zur Düngung in der Landwirtschaft benötigt. Helmfried Meinel vom Umweltministerium sagt: Wenn alle Klärwerke in Baden-Württemberg Klärschlamm filtern würden, dann könnten mindestens 40 Prozent des Phosphorbedarfs gedeckt werden.

Sendungsbezug: BW Studio Stuttgart, 24.10.2019, 14:30 Uhr

Gelangen Sie hier zum Beitrag des SWR.


Wir begrüßen als neue Teilnehmer der Plattform P-Rück

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg


Dossier: Neuordnung der Klärschlammentsorgung - Was kommt jetzt auf Abwasserentsorger zu?

Im Oktober 2017 ist die novellierte Klärschlammverordnung in Kraft getreten. Sie regelt den Umgang mit Klärschlamm komplett neu: Größere Kläranlagen sind künftig verpflichtet, den im kommunalen Abwasser bzw. Klärschlamm enthaltenen Phosphor zurückzugewinnen - ab 2029 alle Kläranlagen größer 100.000 Einwohnerwerten und ab 2032 alle Kläranlagen größer 50.000 Einwohnerwerten. Zudem endet für viele Kläranlagen die bodenbezogene Verwertung.

Bereits ab 2023 müssen die Kläranlagenbetreiber darlegen, wie sie der P-Rückgewinnungspflicht nachkommen wollen. Klar ist schon jetzt: Die Klärschlammentsorgung muss neu überdacht werden. Zukunftsfähige Strategien sind gefragt, um die Anforderungen zu erfüllen. Hierzu werden in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in Verbrennungskapazitäten und P-Rückgewinnungstechnologien erforderlich sein. Auch werden Kläranlagen-Kooperationen eine immer wichtigere Rolle spielen.

In diesem Online-Dossier fasst EUWID fortlaufend die wichtigsten Entwicklungen seit Inkrafttreten der novellierten Klärschlammverordnung zusammen. Informationen zur eigentlichen Klärschlammverordnung und zu den Diskussionen rund um deren Novellierung finden Sie im kostenlosen EUWID-Report „Klärschlamm 2018“.

Lesen Sie den kompletten Artikel auf EUWID Wasser und Abwasser.


ZUKUNFT DER KLÄRSCHLAMMENTSORGUNG UND PHOSPHORRÜCKGEWINNUNG IN BADEN-WÜRTTEMBERG

Neue Plattform P-Rück vernetzt Forschung, Industrie und Praxis

Klärschlamm ist ein wichtiger Rohstoff für die Rückgewinnung von Phosphor und zur Energieerzeugung. Um Betreiber von Kläranlagen bei der Klärschlammentsorgung und -verwertung sowie bei der Phosphorrückgewinnung zu unterstützen, hat die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall DWA – Landesverband Baden-Württemberg auf Initiative des Umweltministeriums heute offiziell die Plattform P-Rück gegründet. „Nur, wenn alle Beteiligten intensiv zusammenarbeiten, gelingt es, die Entsorgung und Nutzung von Klärschlämmen im Land zukunftssicher auszurichten“, sagte Umweltminister Franz Untersteller.„Besonders für die Rückgewinnung von Phosphor werden viele Spezialkenntnisse benötigt. Hier kann die neue Austauschplattform P-Rück wertvolle Hilfestellung leisten.“

Aufgabe der Plattform ist es, ein Informations- und Wissensnetzwerk aufzubauen. Sie bringt Wissenschaftler, Ingenieure und Kläranlagenbetreiber zusammen mit dem Ziel, die Klärschlammentsorgung zu optimieren und insbesondere gemeinsame Strategien und Lösungskonzepte zur Phosphorrückgewinnung aus zu entwickeln.

Bereits jetzt haben mehr als 50 Anlagenbetreiber und Abwasserzweckverbände ihr Interesse an der Plattform bekundet. Auch der Städtetag und der Gemeindetag unterstützen die Initiative von DWA und Umweltministerium. Das Ministerium erhofft sich von der Plattform wichtige Erkenntnisse für die Fortschreibung der Phosphorrückgewinnungsstrategie für Baden-Württemberg. Finanziell getragen wird P-Rück über die Mitgliedsbeiträge der teilnehmenden Kläranlagenbetreiber und Industriepartner. Das Umweltministerium unterstützt die Plattform bei der Erarbeitung von Konzepten
und Strategien.

Lesen Sie hier weiter.


Betreiber-Forum am 05.06.2019 in Stuttgart

Zum ersten Mal fand am 5. Juni 2019 das Betreiber-Forum zu den Themen Klärschlammentsorgungssicherheit und Phosphorrückgewinnung in Stuttgart mit 60 Teilnehmern statt. Beim Forum konnten sich die Teilnehmer der neugegründeten Plattform P-Rück über die aktuelle Problematik austauschen und intensiv diskutieren.

Die nächste Veranstaltung für Teilnehmer der Plattform ist der 2. Betreiber-Workshop am 19.11.2019 im Rahmen des 5. Phosphor-Kongresses in Stuttgart Bad Cannstatt. Weitere Informationen folgen hierzu Ende August.



ZVK Steinhäule investiert in Klärschlammverbrennung

Der Zweckverband Steinhäule zur Verwertung von Klärschlamm will seine Verbrennungslinie am Klärwerk in Ulm erneuern. Der jährliche Durchsatz der neuen Anlage mit stationärer Wirbelschichtfeuerung soll 25.000 Tonnen Klärschlamm betragen, wobei in der Spitze vier Tonnen Klärschlamm pro Stunde verwertet werden kann, teile der Zweckverband auf Nachfrage von EUWID mit. Die kalkulierten Investitionskosten belaufen sich auf rund 72 bis 84 Mio. Euro. Mit der Inbetriebnahme wird aktuell zum Jahr 2026 gerechnet.

Insgesamt 30 Kommunen aus dem weitläufigen Ulmer Umkreis sollen den Klärschlamm liefern. Dazu gehört unter anderem die Stadt Vöhringen, die sich laut städtischen Amtsblattes dem Zweckverband angeschlossen hat und sich mit rund 600.000 Euro anteilig an den Investitionskosten beteiligen wird. Hinzu kommen voraussichtliche Kosten von ungefähr 75 Euro brutto pro Tonne der laufenden Entsorgung des Klärschlamms Die Entsorgungsmenge der Stadt Vöhringen beträgt wiederum jährlich etwa 1.300 Tonnen Klärschlamm.

Quelle: EUWID Wasser and Abwasser, Ausgabe 20.2019


Baden-Württemberg: 7,5 Millionen Euro Förderung für Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor

Der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) bekommt 7,5 Millionen Euro für ein Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor aus Aschen, die durch die energetische Verwertung von aus Restabfällen erzeugten Ersatzbrennstoffen entstehen. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf knapp 30 Millionen Euro. Das teilte Baden-Württembergs Umweltministerium mit.

Die mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage ZAK ist landesweit die einzige dieser Art. Dort werden die im Landkreis Emmendingen und im Ortenaukreis erfassten Rest- und Bioabfälle zu Wasser, Mineralstoffen, Ersatzbrennstoffen, Biogas und Metallen verwertet. Allerdings werden die biogenen Abfallbestandteile derzeit ausschließlich energetisch genutzt

Quelle: KA Korrespondenz Abwasser, Abfall 2019 (66) Nr. 3


4. Kongress Phosphor - Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft - 24./25. Oktober 2018

Entsorgungssicherheit für Klärschlamm und Rückgewinnung von Phosphor im Fokus der zweitägigen Fachtagung

Mit einer Exkursion und einem Workshop begann in Stuttgart der 4. Phosphor-Kongress Baden-Württemberg. Die Exkursion führte zur Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage im Hauptklärwerk in Stuttgart-Mühlhausen. Beim erstmals angebotenen Workshop konnten baden-württembergische Betreiber von Kläranlagen ihre Ideen, Bedenken und Vorschläge zur Entwicklung einer langfristig tragfähigen Strategie zur Entsorgung von Klärschlamm und der Rückgewinnung von Phosphor einbringen. Im Fokus der zweitägigen Veranstaltung standen in diesem Jahr die Auswirkungen und Konsequenzen der im Oktober 2017 in Kraft getretenen Klärschlammverordnung.

Den Kongress in der Landeshauptstadt besuchten rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Planungsbüros, Verbänden, Verwaltungen sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland.

Umweltstaatssekretär Andre Baumann machte im Vorfeld des Kongresses deutlich: “Die Neuregelungen der Klärschlammverordnung führen aktuell zu erheblichen Veränderungen im Entsorgungsmarkt für Klärschlamm und einer ansteigenden Verbrennungsquote in Deutschland. Baden-Württemberg muss sich angesichts dieser Situation auf Engpässe bei der Entsorgung von Klärschlämmen einstellen.“ Vor diesem Hintergrund appellierte Baumann an die Betreiber von Kläranlagen im Land, ihre Entsorgungskonzepte für Klärschlamm zu prüfen und gegebenenfalls neu auszurichten. Dabei biete es sich an, Maßnahmen und Möglichkeiten zur Rückgewinnung von Phosphor mit zu bedenken, so der Staatssekretär weiter.

„Das Land ist sich der angespannten Situation bei der Entsorgung von Klärschlämmen bewusst und hat daher gezielt einen Schwerpunkt des diesjährigen Phosphor-Kongresses auf dieses Thema gelegt“, betonte Andre Baumann. In der baden-württembergischen Umweltpolitik sei die Entsorgung von Klärschlamm in den vergangenen Monaten ebenfalls in den Vordergrund gerückt.

Auch Helmfried Meinel, Amtschef im baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, sieht für die Kläranlagen im Land zunehmende Schwierigkeiten bei der Entsorgung anfallender Klärschlämme. „Um die Entsorgungssicherheit mittel- und langfristig sicherzustellen, werden wir nicht umhinkommen, bestehende Verwertungskapazitäten zu erweitern und neue zuzubauen.“ Gleichzeitig müsse der bereits eingeschlagene Weg bei der Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm zwingend weiterverfolgt werden.

„Unser Ziel ist es, im Land in naher Zukunft eine langfristig tragfähige Infrastruktur zur Phosphorrückgewinnung zu etablieren“, sagte Meinel. Er baue dabei auf den intensiven Austausch der Akteure aus Wissenschaft und Praxis und hoffe auf zielführende Diskussionen beim diesjährigen Phosphor-Kongress.


Klärschlammnetz - Novelle Klärschlammverordnung 2017

Am 02.10.2017 wurde die Neuordnung der Klärschlammverwertung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist damit ab dem 03.10.2017 in Kraft getreten.

Mit der Neufassung möchte der Gesetzgeber aus Vorsorgegründen die bodenbezogene Verwertung bei größeren Kläranlagen (> 50.000 EW) verbieten und die Betreiber dieser Kläranlagen nach gestaffelten Übergangsfristen von zwölf bzw. fünfzehn Jahren zur Rückgewinnung des Phosphors aus Klärschlämmen und Klärschlammaschen verpflichten. Im Rahmen der Ressourcenschonung soll der zurückgewonnene Phosphor - in Form von Phosphat - zur pflanzlichen Düngung eingesetzt werden.

Lesen Sie weiter... http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/klaerschlamm/


Rückblick zum 3. Kongress Phosphor - Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft

Der 3. Kongress Phosphor – Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft vom 22. bis 23. November 2017 im Kursaal Stuttgart Bad Cannstatt unter der Schirmherrschaft des Umweltministeriums Baden-Württemberg konnten wir als Veranstalter mit einer sehr guten Resonanz seitens der Aussteller und 200 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem europäischen Ausland abschließen.

Die Diskussionsrunden und Pausen dienten allen Teilnehmern und Referenten dem intensiven Dialog und vertiefenden Fachgesprächen.

Nahezu 70 Teilnehmer haben zu Beginn der Veranstaltung die Gelegenheit genutzt, die Fachexkursionen zum Fraunhofer IGB & zur Versuchsanlage zum PhosKa-Verfahren in Kupferzell sowie zur Mephrec-Pilotanlage bei der Klärschlammverwertung Region Nürnberg zu besuchen.

Die neue Klärschlammverordnung bestätigt, was Baden-Württemberg schon vor über zehn Jahren beschlossen hat: Wir sind aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung ausgestiegen und haben eine Strategie zur Phosphor-Rückgewinnung entwickelt. Die neue Klärschlammverordnung leitet bundesweit einen Paradigmenwechsel bei der zukünftigen Klärschlammverwertung ein.

Für Baden-Württemberg hat die Neuregelung der Klärschlammverwertung zur Folge, dass die Phosphor-Rückgewinnung in absehbarer Zeit für die größten 84 Kläranlagen im Land verpflichtend wird. Davon sind rund 9 Prozent der insgesamt 916 Kläranlagen in Baden-Württemberg berührt, bei denen landesweit rund 60 Prozent des gesamten Klärschlamms anfällt.

Die Kläranlagenbetreiber müssen sich jetzt entscheiden, ob die Rückgewinnung von Phosphor vor oder nach der Verbrennung erfolgen soll und welches Rückgewinnungsverfahren sich am besten für sie eignet. Um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, muss ebenfalls geprüft werden, ob durch eine interkommunale Zusammenarbeit Synergien erschlossen und genutzt werden können. Dabei haben die Betreiber bis Ablauf der Übergangsfristen in der Klärschlammverordnung nur scheinbar viel Zeit. Tatsächlich müssen die Planungen zeitnah beginnen, wenn nach Detailplanung, Gremienbeschlüssen und Genehmigungsverfahren noch ausreichend Zeit für den Anlagenbau vorhanden sein soll.


© Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. // (DWA)