Aktuelles

Abschlussbericht "Status quo und Strukturkonzept der Klärschlammentsorgung und Phosphor-Rückgewinnung in Baden-Württemberg“

Im Landesforum am 17.06.2020 werden die Ergebnisse der Klärschlammumfrage und Strukturkonzept Klärschlammentsorgung in Baden-Württemberg vorgestellt und diskutiert.

Ziel des nun im Ergebnis vorliegenden ersten Projektes der Plattform P-Rück „Status quo und Strukturkonzept der Klärschlammentsorgung und Phosphorrückgewinnung in Baden-Württemberg“ ist es, den kommunalen Entscheidungsträgern, Abwasserzweckverbänden und Kläranlagenbetreibern im Land eine fundierte Datengrundlage bzw. ein Wissenskompendium für die anstehenden Entscheidungsprozesse zur Verfügung zu stellen. Weiterhin soll durch das Projekt eine Strukturdiskussion für Baden-Württemberg initialisiert werden, um durch fachliche und politische Diskussionen sicherzustellen, dass Anlagenkapazitäten für die P-Rückgewinnung und Klärschlammentsorgung dem tatsächlichen Bedarf optimal angepasst und Überkapazitäten vermieden werden.

Laden Sie sich hier den Abschlussbericht herunter (kostenlos).

Weitere Hintergrundinformationen können Sie hier bestellen. Die Hintergrundinformationen enthalten zusätzliche und detaillierte Informationen zum offiziellen Bericht des Projekts: "Status Quo und Strukturkonzeot der Klärschlammentsorgung und Phosphor-Rückgewinnung in Baden-Württemberg". Sie ermöglichen dem Leser ein profundes Projektverständnis.


Landesforum für Betreiber zur Klärschlammentsorgung

"Status quo und Strukturkonzept der Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung in Baden-Württemberg" am 17.06.2020 // Online

Bestellen Sie jetzt die Video-Aufzeichnung!

Am 17. Juni wurden die Ergebnisse der landesweiten Umfrage sowie des Projektes "Status quo und Strukturkonzept der Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung in Baden-Württemberg" vorgestellt. Die Teilnehmer hatten hier die Möglichkeit, sich über den Status quo der Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung sowie das Strukturkonzept zur Sicherstellung der Klärschlammentsorgung in Baden-Württemberg bzw. Optionen für eine zukünftige Klärschlammentsorgung zu informieren und darüber intensiv zu diskutieren. Darüber hinaus wurden die Standortkriterien und Organisationsformen zur thermischen Klärschlammbehandlung und P-Rückgewinnung sowie die Definition und Auswahl von Ausschluss- und Auswahlkriterien für die Bewertung von P-Rückgewinnungsverfahren präsentiert. Das Forum repräsentierte den Beginn der Entwicklung von gemeinsamen Lösungswegen und Strategien in den Regionen. Lesen Sie den gesamten Veranstaltungsbericht hier.




Das Veranstaltungsprogramm ist hier abrufbar. Für weitere Informationen wenden Sie sich an Frau Bolivar (vanessa.bolivar@dwa-bw.de)

Zur Bestellung: Video-Aufzeichnung


1. Webinar: Maßnahmenkonzept des Umweltministeriums Baden-Württemberg für einen möglichen Klärschlamm-Entsorgungsnotfall

Das baden-württembergische Umweltministerium hat gemeinsam mit Fachexpertinnen und Fachexperten ein Maßnahmenkonzept erarbeitet und am 22. April das Schreiben „Aufrechterhaltung der Abwasserreinigung bei pandemiebedingten Engpässen in der Klärschlammentsorgung" an die Regierungspräsidien und Aufsichtsbehörden im Land versandt. In Abhängigkeit eines durch die SARS-CoV-2-Pandemie ausgelösten Entsorgungsnotfalls und den örtlichen Gegebenheiten in den Kläranlagen empfiehlt das Umweltministerium aufeinander aufbauende Maßnahmen. Aus diesem Grund laden wir Sie herzlich zum 1. Webinar Klärschlamm-Entsorgungssicherheit der Plattform P-RÜCK ein. Das Webinar bietet Ihnen die Gelegenheit, die Inhalte dieses Maßnahmenkonzepts zu vertiefen und Ihre Fragen rund um die Umsetzung zu beantworten.


Programm des 1. Webinars der Plattform P-Rück

-Aufrechterhaltung der Abwasserreinigung bei pandemiebedingten Engpässen in der Klärschlammentsorgung
-Marc Zürn, Umweltministerium BW,

-Zwischenspeicherung von Schlamm in Belebungsanlagen – Möglichkeiten und Grenzen
-Prof. Dr.-Ing. Peter Baumann, Sprecher der Plattform P-RÜCK und stellvertretender DWA-Landesverbandsvorsitzender,

-Aktuelle Empfehlungen zur Ausschreibung der Klärschlammentsorgung
-Vanessa Bolivar, Projektleiterin P-RÜCK.

-Diskussionsrunde


WEB-KONFERENZ "KLÄRSCHLAMM-ENTSORGUNGSSICHERHEIT - KRISENMANAGEMENT"

Einzelheiten zu den Themen und den Referent*innen der 3. Web-Konferenz Corona-Spezial: "Klärschlamm-Entsorgungssicherheit - Krisenmanagement" am 08.04.2020 finden Sie hier:

Die Web-Konferenz wird als Livestream über unsere Homepage www.dwa-bw.de zur Verfügung gestellt. Die Diskussion wird über den im Livestream integrierten Chatbereichgeführt. Um dem Chat beizutreten, sollten Sie sich als Gast registrieren. Dort können Sie für jeden Vortragsblock Fragen an die Referenten richten. Um zur Web-Konferenz zu gelangen, klicken Sie hier.


Klärschlamme-Entsorgungssicherheit: P-Rück Baden-Württemberg - durch Vernetzung mehr Sicherheit in der Krise

Angesichts der aktuellen Entwicklungen bietet Ihnen die Plattform P-Rück ein spezielles Angebot mit Fokus auf
Klärschlammentsorgung - Krisenmanagement an. Es umfasst z.B. die Beratung bei der Umsetzung von Notfallkonzepten sowie die Unterstützung bei der Lokalisierung von Zwischenlagerkapazitäten zur Absicherung eines Interimsbetriebs.

Gleichermaßen ist die Entwicklung von gemeinsamen Lösungswegen sowie Strategien in der Krisensituation jetzt und in Zukunft unsere absolute Priorität. Unser erweitertes Netzwerk von Fachexperten aus Ingenieurbüros, Hochschulen, kommunalen Verbänden, Behörden der Abwasserbranche sowie unsere Hauptakteure, die Kläranlagenbetreiber, sind bei allen Aktivitäten der Plattform intensiv involviert. Darüber hinaus stellen wir allen Plattform-Teilnehmern in der aktuellen Krisensituation eine Hotline unter 0711-896631-195 zur Verfügung. Frau Vanessa Bolivar nimmt sich Ihrer Fragen und Themen an.

Werden Sie Teilnehmer der Plattform P-Rück und profitieren Sie von allen Vorteilen! Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie unter https://prueck-bw.de/teilnehmer_werden/



ERSTE WEB-KONFERENZ "CORONA- UND KLÄRSCHLAMM-SPEZIAL"

Angesichts der aktuellen Lage hat der DWA-Landesverband BW alle Betreiber und Aufsichtsbehörden sowie die Fachöffentlichkeit im Rahmen einer ersten Web-Konferenz am 25.03.2020 zur Corona-Krise informiert und sensibilisiert. Aufgrund der Aktualität wurden Themen aus den DWA-Nachbarschaften und der P-RÜCK-Plattform Baden-Württemberg zur Betriebs- und Klärschlamm-Entsorgungssicherheit vorgestellt.

Experten aus dem Umweltministerium, der Abwasserbranche und der Arbeitsmedizin berichteten zur aktuellen Lage im Land und standen für Fragen zur Verfügung. Das Programm finden Sie hier.

Sie haben die Live-Konferenz verpasst? Kein Problem, Sie können die Konferenz zum Thema "Klärschlammentsorgung- Krisenmanagement" hier nachschauen.

Die gesamte Konferenz können Sie über die DWA-Homepage (www.dwa-bw.de) einsehen.



Fragen und Antworten zum Corona-Virus

Der DWA-Landesverband hat für die Betreiber und Betroffenen der Abwasserwirtschaft einen E-Mail-Account für Fragen rund um die Auswirkungen des Corona-Viruses auf das betriebliche Krisenmanagement eingerichtet: corona@dwa-bw.de

Die Plattform P-RÜCK Baden-Württemberg steht für ihre Mitglieder zur Klärschlammentsorgungssicherheit mit der Hotline 0711 896631-195 zur Verfügung. Frau Bolivar nimmt sich Ihrer Fragen und Themen an.

Weitere Informationen erhalten Sie über die DWA-Homepage.


Werden Sie Plattform-Teilnehmer!

Melden Sie sich mit nachstehendem Vertrag direkt zur Plattform P-Rück an:

Vertragsdokument (PDF)

Bei Fragen steht Ihnen Frau Bolivar (vanessa.bolivar@dwa-bw.de) gerne zur Verfügung.


Wir begrüßen als neue Teilnehmer der Plattform P-Rück



Wissensmanagement – Virtuelle Experten, die aus Dokumenten lernen - Start unseres KI-Projektes

Im DWA Landesverband Baden-Württemberg hüten wir einen Schatz: Das gesammelte Wissen der Wasserwirtschaft in Baden-Württemberg aus zahlreichen eigenen Publikationen, Wissens- und Technologie-Plattformen und Vorträgen aus Kongressen, Expertenforen und Seminaren bis hin zum Erfahrungswissen Nachbarschaften. Und dieses know how ist der Praxis geprüft und qualitätsgesichert!

Wissensmanagement stellt eine der Kernkompetenzen im DWA Landesverband Baden-Württemberg dar. Aktuell starten wir mit einem neuen Projekt im Bereich Wissen 4.0: Die Erweiterung der digitalen Wissensdatenbanken mit der KI-Technologie der Theum AG.

Theum, das gleichnamige Produkt unseres Partners, ist KI-Technologie der nächsten Generation, die Dokumente, Websites und Wikis des DWA-Landesverbandes in Sekundenschnelle durchliest, aus ihnen lernt und das enthaltene Wissen zu leistungsstarken, virtuellen Experten für definierte Themenkomplexe zusammenführt und so unser Wissensmanagement in eine neue Dimension entwickelt, um die Suche nach Antworten auf Fragen rund um die (Ab-) Wasserwirtschaft in Sekundenschnelle und sofort nutzbar auf jedem Endgerät und von jeder Applikation zu ermöglichen.


Klärschlamm im Baden-Württemberg

Die im Oktober 2017 in Kraft getretene novellierte Klärschlammverordnung (AbfKlärV) hat mit den verpflichtenden Regelungen, Phosphor zurückzugewinnen und aus der direkten bodenbezogenen Verwertung auszusteigen, bundesweit große Veränderungen bei den Strukturen der Klärschlammentsorgung angestoßen. Durch die AbfKlärV sowie Verschärfungen im Düngerecht steigen die Verbrennungsquoten in Deutschland sukzessive an. Vor dem Hintergrund nur begrenzt zur Verfügung stehender Kapazitäten gerät der Verbrennungsmarkt für Klärschlamm zunehmend unter Druck. Der geplante Kohleausstieg und die Verringerung der Kapazitäten der Kohlekraftwerke infolge der Energiewende führen zu einer weiteren Verknappung der Verbrennungskapazitäten. Eine langfristige Entsorgungssicherheit für Klärschlamm ist deshalb nicht mehr überall gegeben. Auch für die Kläranlagenbetreiber im Land wird es immer schwieriger, Entsorgungsmöglichkeiten für die Klärschlämme zu finden. Teilweise werden Entsorgungsverträge nicht verlängert, Zwischenspeicher auf Kläranlagen erreichen ihre Kapazitätsgrenzen und aktuelle Ausschreibungsergebnisse führen zu deutlich steigenden Entsorgungskosten.

Der Lagebericht 2019 des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg zum Thema "Kommunales Abwasser" ist ab sofort verfügbar.


Wir begrüßen als neue Teilnehmer der Plattform P-Rück




5. Kongress PHOSPHOR – EIN KRITISCHER ROHSTOFF MIT ZUKUNFT am 19./20.11.2019

Die 2017 novellierte Klärschlammverordnung des Bundes schreibt vor, dass der im Klärschlamm enthaltene Phosphor ab 2029 wieder zurückgewonnen werden muss. Damit sind inden kommenden Jahren grundlegende Veränderungen in der Entsorgung von Klärschlamm erforderlich. Was dies konkret für die Betreiber der Klärwerke im Land bedeutet und wie sie künftig ihren Schlamm behandeln und entsorgen können,das wurde auf dem 5. P-Rück-Kongress in Stuttgart intensiv diskutiert. Dabei wurde klar, dass jetzt gehandelt werden muss.

Bereits zum fünften Mal hat der baden-württembergische Landesverband der DWA unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg zum Phosphor-Kongress nach Stuttgart-Bad Cannstatt eingeladen. „Ein kleines Jubiläum, das auch zur Standortbestimmung dienen soll“, wie der Landesverbandsvorsitzende Boris Diehm bei der Eröffnung des Kongresses anmerkte. „Phosphor – ein kritischer Rohstoff mit Zukunft“ lautet das Motto der Veranstaltung. In Anlehnung an die aktuellen Freitags-Klimademonstrationen erweiterte Diehm das Motto zu „Green Phosphor for Future“. Und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Phosphor als endliche Ressource in den vergangenen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erlangt hat – mit „zahlreichen Forschungsvorhaben, Entwicklungen und politischen Absichtserklärungen“. Mit dem ersten Phosphor-Kongress habe das Land 2015 die Initiative ergriffen. Gleichzeitig habe die EU-Kommission Phosphor in die Liste von 20 kritischen Rohstoffen aufgenommen, was die wichtige Bedeutung des Recyclings dieses in Landwirtschaft und Industrie essentiellen Rohstoffs deutlich zeigt. Allerdings seien auf dem Weg zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft viele Fragen zu beantworten, etwa wie die recycelten Phosphorprodukte aussehen und wie sich der Markt dafür interessiert.

Lesen Sie den gesamten Veranstaltungsbericht hier.


Klärschlammentsorgung

Untersteller: Verbrennung ist der „einzige richtige Weg“

Baden-Württemberg Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hat die thermische Klärschlammverwertung als den „einzige richtigen Weg“ bezeichnet. „Eine bodenbezogene Verwertung, wie sie die Klärschlammverordnung des Bundes für kleinere Kläranlage weiterhin, darf hier im Land auch in Zukunft keine Rolle mehr spielen“, sagte Untersteller zu Beginn des 5. Phosphor-Kongresses in Stuttgart, „Es wäre geradezu grotesk, die Schadstoffe, die aus dem Abwasser im Klärschlamm gezielt aufkonzentriert wurden, wieder direkt über die Felder in die Umwelt zu bringen“, betonte er.

Viele Kläranlagenbetreiber und Abwasserzweckverbände im Land haben bereits damit begonnen, Strategien und Lösungen zu erarbeiten, um ihre Klärschlammentsorgung zukunftsfähig auszurichten, berichtete das baden-württembergische Umweltministerium. Dabei stehe auch die Phosphor-Rückgewinnung auf der Agenda. „Baden-Württemberg nimmt bei der Rückgewinnung von Phosphor bereits heute eine europaweit beachtete Führungsrolle ein“, sagte Untersteller. „Ausruhen dürfen und wollen wir uns auf diesem Erfolg aber nicht“, unterstrich er. Ziel sei es, weitere Projekte zur P-Rückgewinnung zu realisieren und die Verwertung von Recycling-Phosphaten im Land weiter voranzubringen.

Quelle: EUWID Wasser and Abwasser, Ausgabe 48.2019


Entsorgungsproblem Klärschlamm und Überlegungen zur Phosphor-Rückgewinnung: Landesweite Umfrage zum Status Quo der Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung

die neue Klärschlammverordnung (AbfKlärV) und Düngeverordnung (DüV) haben den Entsorgungsmarkt und die Klärschlammentsorgungssicherheit bundesweit buchstäblich auf den Kopf gestellt. Fehlende Entsorgungskapazitäten haben zu Entsorgungsnotständen in mehreren Regionen Deutschlands, großen Preissteigerungen und hohen Folgeinvestitionen geführt.
Die aktuelle Situation und eine gezielte Strategieentwicklung zur Absicherung der landesweiten Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung veranlasst das Ministerium für Umwelt, Klima und Energie Wirtschaft Baden-Württemberg gemeinsam mit dem DWA-Landesverband und seiner Plattform P-RÜCK im gemeinsamen Wirken mit den Kommunalen Landesverbänden Städtetag, Gemeindetag und Landkreistag in Baden-Württemberg eine Umfrage an alle Kläranlagenbetreiber im Land zum Status Quo der Klärschlammentsorgung zu versenden. Alle Betreiber stehen vor großen Herausforderungen, die nur gemeinschaftlich mit vertretbaren Mitteln zu lösen sind.

Es ist das Bestreben aller Akteure, im Ergebnis dieser Status Quo-Ermittlung eine Strategie für Baden-Württemberg für eine langfristige Klärschlammentsorgungssicherheit und Phosphor-Rückgewinnung gemeinschaftlich zu entwickeln, um Minder-/Überkapazitäten oder Fehlinvestitionen in den Regionen zu vermeiden. Gleichermaßen ist es das gemeinsame Ziel, Impulse für neue Strukturen in der Klärschlammentsorgung und –verwertung – unabhängig von der Ausbaugröße – anzustoßen, die gleichermaßen die Pflicht zur P-Rückgewinnung beinhalten.

Die Teilnahme an der Umfrage war bis zum 16.12.2019 möglich. Wir bedanken uns herzlich bei all den zahlreichen Teilnehmern!!!


Neues Klärschlamm-Recycling in Göppingen

Im Göppinger Klärwerk ist seit Donnerstag eine Anlage in Betrieb, die aus Klärschlamm Phosphor herausfiltert. Es ist die erste derartige Anlage in Baden-Württemberg. Bislang ist Deutschland vom Import des Rohstoffs aus dem Ausland abhängig - das will das baden-württembergische Umweltministerium ändern. Das Göppinger Klärwerk soll Vorreiter sein und zeigen, wie Phosphor aus Klärschlamm möglichst effektiv und kostengünstig zurückgewonnen werden kann. Land und EU unterstützen mit 2,2 Millionen Euro. Phosphor wird in Deutschland zur Düngung in der Landwirtschaft benötigt. Helmfried Meinel vom Umweltministerium sagt: Wenn alle Klärwerke in Baden-Württemberg Klärschlamm filtern würden, dann könnten mindestens 40 Prozent des Phosphorbedarfs gedeckt werden.

Sendungsbezug: BW Studio Stuttgart, 24.10.2019, 14:30 Uhr

Gelangen Sie hier zum Beitrag des SWR.


Wir begrüßen als neue Teilnehmer der Plattform P-Rück

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg


Dossier: Neuordnung der Klärschlammentsorgung - Was kommt jetzt auf Abwasserentsorger zu?

Im Oktober 2017 ist die novellierte Klärschlammverordnung in Kraft getreten. Sie regelt den Umgang mit Klärschlamm komplett neu: Größere Kläranlagen sind künftig verpflichtet, den im kommunalen Abwasser bzw. Klärschlamm enthaltenen Phosphor zurückzugewinnen - ab 2029 alle Kläranlagen größer 100.000 Einwohnerwerten und ab 2032 alle Kläranlagen größer 50.000 Einwohnerwerten. Zudem endet für viele Kläranlagen die bodenbezogene Verwertung.

Bereits ab 2023 müssen die Kläranlagenbetreiber darlegen, wie sie der P-Rückgewinnungspflicht nachkommen wollen. Klar ist schon jetzt: Die Klärschlammentsorgung muss neu überdacht werden. Zukunftsfähige Strategien sind gefragt, um die Anforderungen zu erfüllen. Hierzu werden in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in Verbrennungskapazitäten und P-Rückgewinnungstechnologien erforderlich sein. Auch werden Kläranlagen-Kooperationen eine immer wichtigere Rolle spielen.

In diesem Online-Dossier fasst EUWID fortlaufend die wichtigsten Entwicklungen seit Inkrafttreten der novellierten Klärschlammverordnung zusammen. Informationen zur eigentlichen Klärschlammverordnung und zu den Diskussionen rund um deren Novellierung finden Sie im kostenlosen EUWID-Report „Klärschlamm 2018“.

Lesen Sie den kompletten Artikel auf EUWID Wasser und Abwasser.


ZUKUNFT DER KLÄRSCHLAMMENTSORGUNG UND PHOSPHORRÜCKGEWINNUNG IN BADEN-WÜRTTEMBERG

Neue Plattform P-Rück vernetzt Forschung, Industrie und Praxis

Klärschlamm ist ein wichtiger Rohstoff für die Rückgewinnung von Phosphor und zur Energieerzeugung. Um Betreiber von Kläranlagen bei der Klärschlammentsorgung und -verwertung sowie bei der Phosphorrückgewinnung zu unterstützen, hat die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall DWA – Landesverband Baden-Württemberg auf Initiative des Umweltministeriums heute offiziell die Plattform P-Rück gegründet. „Nur, wenn alle Beteiligten intensiv zusammenarbeiten, gelingt es, die Entsorgung und Nutzung von Klärschlämmen im Land zukunftssicher auszurichten“, sagte Umweltminister Franz Untersteller.„Besonders für die Rückgewinnung von Phosphor werden viele Spezialkenntnisse benötigt. Hier kann die neue Austauschplattform P-Rück wertvolle Hilfestellung leisten.“

Aufgabe der Plattform ist es, ein Informations- und Wissensnetzwerk aufzubauen. Sie bringt Wissenschaftler, Ingenieure und Kläranlagenbetreiber zusammen mit dem Ziel, die Klärschlammentsorgung zu optimieren und insbesondere gemeinsame Strategien und Lösungskonzepte zur Phosphorrückgewinnung aus zu entwickeln.

Bereits jetzt haben mehr als 50 Anlagenbetreiber und Abwasserzweckverbände ihr Interesse an der Plattform bekundet. Auch der Städtetag und der Gemeindetag unterstützen die Initiative von DWA und Umweltministerium. Das Ministerium erhofft sich von der Plattform wichtige Erkenntnisse für die Fortschreibung der Phosphorrückgewinnungsstrategie für Baden-Württemberg. Finanziell getragen wird P-Rück über die Mitgliedsbeiträge der teilnehmenden Kläranlagenbetreiber und Industriepartner. Das Umweltministerium unterstützt die Plattform bei der Erarbeitung von Konzepten
und Strategien.

Lesen Sie hier weiter.


Betreiber-Forum am 05.06.2019 in Stuttgart

Zum ersten Mal fand am 5. Juni 2019 das Betreiber-Forum zu den Themen Klärschlammentsorgungssicherheit und Phosphorrückgewinnung in Stuttgart mit 60 Teilnehmern statt. Beim Forum konnten sich die Teilnehmer der neugegründeten Plattform P-Rück über die aktuelle Problematik austauschen und intensiv diskutieren.

Die nächste Veranstaltung für Teilnehmer der Plattform ist der 2. Betreiber-Workshop am 19.11.2019 im Rahmen des 5. Phosphor-Kongresses in Stuttgart Bad Cannstatt. Weitere Informationen folgen hierzu Ende August.



ZVK Steinhäule investiert in Klärschlammverbrennung

Der Zweckverband Steinhäule zur Verwertung von Klärschlamm will seine Verbrennungslinie am Klärwerk in Ulm erneuern. Der jährliche Durchsatz der neuen Anlage mit stationärer Wirbelschichtfeuerung soll 25.000 Tonnen Klärschlamm betragen, wobei in der Spitze vier Tonnen Klärschlamm pro Stunde verwertet werden kann, teile der Zweckverband auf Nachfrage von EUWID mit. Die kalkulierten Investitionskosten belaufen sich auf rund 72 bis 84 Mio. Euro. Mit der Inbetriebnahme wird aktuell zum Jahr 2026 gerechnet.

Insgesamt 30 Kommunen aus dem weitläufigen Ulmer Umkreis sollen den Klärschlamm liefern. Dazu gehört unter anderem die Stadt Vöhringen, die sich laut städtischen Amtsblattes dem Zweckverband angeschlossen hat und sich mit rund 600.000 Euro anteilig an den Investitionskosten beteiligen wird. Hinzu kommen voraussichtliche Kosten von ungefähr 75 Euro brutto pro Tonne der laufenden Entsorgung des Klärschlamms Die Entsorgungsmenge der Stadt Vöhringen beträgt wiederum jährlich etwa 1.300 Tonnen Klärschlamm.

Quelle: EUWID Wasser and Abwasser, Ausgabe 20.2019


Baden-Württemberg: 7,5 Millionen Euro Förderung für Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor

Der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) bekommt 7,5 Millionen Euro für ein Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor aus Aschen, die durch die energetische Verwertung von aus Restabfällen erzeugten Ersatzbrennstoffen entstehen. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf knapp 30 Millionen Euro. Das teilte Baden-Württembergs Umweltministerium mit.

Die mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage ZAK ist landesweit die einzige dieser Art. Dort werden die im Landkreis Emmendingen und im Ortenaukreis erfassten Rest- und Bioabfälle zu Wasser, Mineralstoffen, Ersatzbrennstoffen, Biogas und Metallen verwertet. Allerdings werden die biogenen Abfallbestandteile derzeit ausschließlich energetisch genutzt

Quelle: KA Korrespondenz Abwasser, Abfall 2019 (66) Nr. 3


4. Kongress Phosphor - Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft - 24./25. Oktober 2018

Entsorgungssicherheit für Klärschlamm und Rückgewinnung von Phosphor im Fokus der zweitägigen Fachtagung

Mit einer Exkursion und einem Workshop begann in Stuttgart der 4. Phosphor-Kongress Baden-Württemberg. Die Exkursion führte zur Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage im Hauptklärwerk in Stuttgart-Mühlhausen. Beim erstmals angebotenen Workshop konnten baden-württembergische Betreiber von Kläranlagen ihre Ideen, Bedenken und Vorschläge zur Entwicklung einer langfristig tragfähigen Strategie zur Entsorgung von Klärschlamm und der Rückgewinnung von Phosphor einbringen. Im Fokus der zweitägigen Veranstaltung standen in diesem Jahr die Auswirkungen und Konsequenzen der im Oktober 2017 in Kraft getretenen Klärschlammverordnung.

Den Kongress in der Landeshauptstadt besuchten rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Planungsbüros, Verbänden, Verwaltungen sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland.

Umweltstaatssekretär Andre Baumann machte im Vorfeld des Kongresses deutlich: “Die Neuregelungen der Klärschlammverordnung führen aktuell zu erheblichen Veränderungen im Entsorgungsmarkt für Klärschlamm und einer ansteigenden Verbrennungsquote in Deutschland. Baden-Württemberg muss sich angesichts dieser Situation auf Engpässe bei der Entsorgung von Klärschlämmen einstellen.“ Vor diesem Hintergrund appellierte Baumann an die Betreiber von Kläranlagen im Land, ihre Entsorgungskonzepte für Klärschlamm zu prüfen und gegebenenfalls neu auszurichten. Dabei biete es sich an, Maßnahmen und Möglichkeiten zur Rückgewinnung von Phosphor mit zu bedenken, so der Staatssekretär weiter.

„Das Land ist sich der angespannten Situation bei der Entsorgung von Klärschlämmen bewusst und hat daher gezielt einen Schwerpunkt des diesjährigen Phosphor-Kongresses auf dieses Thema gelegt“, betonte Andre Baumann. In der baden-württembergischen Umweltpolitik sei die Entsorgung von Klärschlamm in den vergangenen Monaten ebenfalls in den Vordergrund gerückt.

Auch Helmfried Meinel, Amtschef im baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, sieht für die Kläranlagen im Land zunehmende Schwierigkeiten bei der Entsorgung anfallender Klärschlämme. „Um die Entsorgungssicherheit mittel- und langfristig sicherzustellen, werden wir nicht umhinkommen, bestehende Verwertungskapazitäten zu erweitern und neue zuzubauen.“ Gleichzeitig müsse der bereits eingeschlagene Weg bei der Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm zwingend weiterverfolgt werden.

„Unser Ziel ist es, im Land in naher Zukunft eine langfristig tragfähige Infrastruktur zur Phosphorrückgewinnung zu etablieren“, sagte Meinel. Er baue dabei auf den intensiven Austausch der Akteure aus Wissenschaft und Praxis und hoffe auf zielführende Diskussionen beim diesjährigen Phosphor-Kongress.


Klärschlammnetz - Novelle Klärschlammverordnung 2017

Am 02.10.2017 wurde die Neuordnung der Klärschlammverwertung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist damit ab dem 03.10.2017 in Kraft getreten.

Mit der Neufassung möchte der Gesetzgeber aus Vorsorgegründen die bodenbezogene Verwertung bei größeren Kläranlagen (> 50.000 EW) verbieten und die Betreiber dieser Kläranlagen nach gestaffelten Übergangsfristen von zwölf bzw. fünfzehn Jahren zur Rückgewinnung des Phosphors aus Klärschlämmen und Klärschlammaschen verpflichten. Im Rahmen der Ressourcenschonung soll der zurückgewonnene Phosphor - in Form von Phosphat - zur pflanzlichen Düngung eingesetzt werden.

Lesen Sie weiter... http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/klaerschlamm/



© Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. // (DWA)