Pulse CMS

Aktuelles

29.01.2024

Rückblick: 9. Kongress PHOSPHOR – EIN KRITISCHER ROHSTOFF MIT ZUKUNFT

Am 22. und 23. November hat im Kursaal in Stuttgart der 9. Kongress "Phosphor - Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft" mit knapp 150 Teilnehmenden stattgefunden. Dem Fachpublikum aus dem gesamten deutschsprachigen und süddeutschen Raum - aus Forschung, Technik, Kommunen und Ingenieurbüros kommend - wurden neueste Lösungsansätze zur Ressourceneffizienz in der Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und Klärschlammasche geboten. Wissens- und Technologietransfer standen dabei im Mittelpunkt. 

Die Märkte haben sich in diesen weltweiten Krisenzeiten zwar etwas beruhigt, aber der Preis für Phosphor als wichtiger Rohstoff für Düngung und Chemie ist nach wie vor hoch. Es bleibt also wichtig, den Phosphor im Klärschlamm zu recyceln – was gemäß Klärschlammverordnung bereits ab 2029 viele Kläranlagenbetreiber betrifft. Das erhöht den Druck für die Kläranlagen, in die Zukunft zu investieren und die Eliminierung von Phosphor aus dem Klärschlamm samt seiner Wiederverwertung voranzutreiben. Wie das am besten geschehen kann und welche Erfahrungen man mit den bereits bestehenden Demonstrationsanlagen gemacht hat, zeigte der 9. P-Rück-Kongress auf.

Lesen Sie hier den gesamten Veranstaltungsbericht.

Bilder: Ilona Scheffbuch


30.10.2023

Web-Seminar zur Berichtspflicht stößt auf große Resonanz

Alle Kläranlagenbetreiber sind verpflichtet, bis zum 31.12.2023 einen Bericht über die geplanten und eingeleiteten Maßnahmen zur Phosphorrückgewinnung bei der zuständigen Behörde einzureichen.

Um die Betreiber bei der Umsetzung Ihrer Berichtspflicht zu unterstützen, hat die Plattform P-RÜCK des DWA-Landesverbands am 27. Oktober 2023 ein Web-Seminar zum Thema "Berichtspflicht 2023 - Hilfestellung für Betreiber beim Vollzug der Klärschlammverordnung" ausgerichtet. Knapp 120 Teilnehmer*Innen verfolgten gespannt die Themen zur Anwendung der Ausfüllhilfe, der Klärschlammanalytik sowie der neuen LAGA-Vollzugshinweise zur Klärschlammverordnung.

Bildquelle: DWA-LV BW

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat im Februar 2023 zu diesem Thema ein Informationsschreiben an die Regierungspräsidien und Landratsämter in Baden-Württemberg versandt. Im Rahmen dieses Informationsschreibens wird den Klärschlammerzeugern eine Ausfüllhilfe zur Verfügung gestellt, welche vom Umweltministerium Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Experten der DWA-Plattform P-RÜCK erarbeitet wurde. Diese Ausfüllhilfe soll den Betreibern das Befüllen des Berichts sowie der zuständigen Behörde die Auswertung erleichtern.

Hier finden Sie die Informationen des Umweltministeriums sowie die zu verwendende Ausfüllhilfe.


15.09.2023

Gelsenwasser/Easymining und MSE/EnBW kooperieren bei Phosphor-Rückgewinnung

Die MSE Mobile Schlammentwässerung GmbH, die Gelsenwasser AG und die EMG Easymining Germany GmbH wollen bei der Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlammaschen enger zusammenarbeiten. Die Unternehmensleitungen haben einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet, teilte Gelsenwasser mit. Konkret soll die P-Rückgewinnung aus Klärschlammaschen im Südwesten Deutschlands gemeinsam weiter vorangetrieben werden. Dazu gehöre die Errichtung einer Ash2Phos-Anlage.

Lesen Sie hier die Veröffentlichung in der EUWID.


07.09.2023

Fortschreibung der LAGA-Vollzugshinweise veröffentlicht

Die Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) hat die „Vollzugshinweise zur Umsetzung der Klärschlammverordnung“ aktualisiert und veröffentlicht. Die Vollzugshinweise dienen der Konkretisierung und Erläuterung der gesetzlichen Regelungen mit dem Ziel eines bundesweit einheitlichen Vollzugs und wenden sich daher an die zuständigen Behörden. Für Baden-Württemberg werden vor allem die Informationen zu Artikel 4 (Berichtspflicht) und 5 (Pflicht zur Phosphorrückgewinnung ab 2029) relevant sein.

Lesen Sie hier die neuen LAGA-Vollzugshinweise.


08.08.2023

Abfallbilanz 2022 des Landes Baden-Württemberg veröffentlicht

Mit der Abfallbilanz veröffentlicht das Umweltministerium jedes Jahr Zahlen zu Verwertung und Entsorgung von Abfällen in Baden-Württemberg. Die Bilanz zeigt unter anderem die Klärschlammmengen und -entsorgungswege und beschreibt die Landesstrategie zur Phosphorrückgewinung.

Die Abfallbilanz finden Sie hier.


30.06.2023

Entdeckung eines riesigen Phosphatvorkommens in Norwegen

In Norwegen hat das Bergbauunternehmen Norge Mining 70 Milliarden Tonnen Phosphatgestein entdeckt. Sehen Sie hier den Bericht von Euroactiv (30.06.2023).

Die Deutschen Phosphor-Plattform DPP e.V. hat sich in einer Stellungnahme dazu geäußert. Lesen Sie hier die Stellungsname der DPP.


04.05.2023

Statusbericht der RePhoR-Maßnahmen veröffentlicht

Die Statuskonferenz der BMBF-Fördermaßnahme Regionales Phosphor-Recycling RePhoR fand vom 03.–04. Mai 2023 im DECHEMA-Haus in Frankfurt a.M. statt. Der aktuelle Stand aller Teilprojekte wurde im Rahmen der Statuskonferenz vorgestellt.

Den Tagungsband finden Sie hier.


12.04.2023

Seraplant meldet aufgrund hoher Gaspreise vorläufige Insolvenz an

Die "Umweltwirtschaft" berichtete am 14.09.2023 von der Anmeldung der vorläufigen Insolvenz durch Serapant. Lesen Sie hier mehr dazu.

Am 12.04.2023 berichtete nun die "Volksstimme" von der Entlassung der 20 Mitarbeitenden. Hier finden Sie den Artikel.


03.03.2023

EnBW reicht BImSchG-Antrag für Klärschlamm­heizkraftwerk am Standort Walheim ein

Am 23.02.2023 hat die EnBW Energie Baden-Württemberg AG den offiziellen Genehmigungsantrag für den Bau eines Klärschlammheizkraftwerkes beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht: Die Anlage soll 2026 in Betrieb gehen und in Zusammenarbeit mit der EnBW-Tochtergesellschaft Mobile Schlammentwässerung GmbH (MSE) kommunalen Klärschlamm verwerten.

Die offizielle Pressemitteilung der EnBW vom 27.02.2023 finden Sie hier. Sehen Sie auch weitere Informationen zur Anlage seitens der EnBW sowie einen Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 28.02.2023.


08.02.2023

Unterstützung für Betreiber bei der Berichtspflicht 2023

Gemäß Artikel 4 §3a der Klärschlammverordnung (AbfKlärV) haben alle „Klärschlammerzeuger, die im Kalenderjahr 2023 eine Abwasserbehandlungsanlage betreiben, […] der zuständigen Behörde bis spätestens 31. Dezember 2023 einen Bericht über die geplanten und eingeleiteten Maßnahmen zur Sicherstellung der ab 1. Januar 2029 durchzuführenden Phosphorrückgewinnung [...] vorzulegen.“

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg hat heute zu diesem Thema ein Informationsschreiben an die Regierungspräsidien und Landratsämter in Baden-Württemberg versandt. Im Rahmen dieses Informationsschreibens wird den Klärschlammerzeugern eine Ausfüllhilfe zur Verfügung gestellt, welche vom Umweltministerium Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Experten der DWA-Plattform P-RÜCK erarbeitet wurde. Diese Ausfüllhilfe soll den Betreibern das Befüllen des Berichts sowie der zuständigen Behörde die Auswertung erleichtern. Nachfolgend finden Sie weitere Informationen für Betreiber zur Erfüllung der Berichtspflicht sowie die zuvor genannte Ausfüllhilfe zum Download:


01.02.2023

Aufnahme von Recycling-Struvit und gefällten Phosphatsalzen für den Ökolandbau

Die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau sind mit Wirkung zum 1. Januar 2022 in der Verordnung (EU) 2018/848 und den zugehörigen Durchführungsregelungen neu aufgestellt worden. In der "Durchführungsverordnung (EU) 2023/121 der Kommission vom 17. Januar 2023" (Anhang II) werden zurückgewonnener Struvit und gefällte Phosphatsalze aufgenommen, sofern sie die Anforderungen der Verordnung (EU) 2019/1009 erfüllen und Dung als Ausgangsstoff nicht aus der industriellen Tierhaltung stammt. Damit darf Struvit künftig als Düngemittelrezyklat im Ökolandbau eingesetzt werden.

Hier geht es zum Gesetzestext (engl.).


01.12.2022

8. Kongress PHOSPHOR - EIN KRITISCHER ROHSTOFF MIT ZUKUNFT


Der Kongress PHOSPHOR – EIN KRITISCHER ROHSTOFF MIT ZUKUNFT am 23. und 24.11.2022 in Stuttgart war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Nach der Corona-bedingten Durchführung im Online-Format in den Jahren 2020 und 2021 fand der diesjährige 8. Phosphor-Kongress im Hybridformat mit über 190 Teilnehmenden und neun Fachausstellern statt. Es zeigte sich, dass das vor über acht Jahren entwickelte Konzept des Phosphor-Kongresses mit den Elementen Fachexkursion, fachlich-thematischen Inhalten und Networking weiterhin brandaktuell ist. Nach wie vor gilt der Kongress als Fachveranstaltung und Branchentreffpunkt zum Thema Phosphorrückgewinnung im Südwesten.

Die Fachvorträge und Diskussionen während der beiden Kongress-Tage waren geprägt von den Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Krisen auf Düngemittel-Rezyklate. Zudem wurden die Nutzungsmöglichkeiten und die Anforderungen an Phosphor-Rezyklate im Rahmen von Fachbeiträgen aufgezeigt.

Um zu einem marktfähigen Produkt zu gelangen, sind nachhaltige Verfahren ausschlaggebend. Deshalb zeigte der Kongress auch in diesem Jahr wieder den aktuellen Entwicklungsstand bei der Klärschlammverwertung und der Phosphorrückgewinnung im EU-Ausland, Deutschland und in Baden-Württemberg. In Kurzvorträgen wurden anschließend acht Verfahren zur Phosphorrückgewinnung präsentiert.

Wir danken allen Teilnehmenden, Ausstellern und Partnern für diese tolle zweitägige Fachtagung und freuen uns auf Ihren Besuch im nächsten Jahr.

Hier finden Sie den Veranstaltungsbericht und die Pressemitteilung des Umweltministeriums Baden-Württemberg. Sehen Sie auch gerne einige Impressionen der Veranstaltung an.


© Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. // (DWA)