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4. KONGRESS PHOSPHORRÜCKGEWINNUNG IN STUTTGART


Das Umweltministerium Baden-Württemberg und der DWALandesverband Baden-Württemberg veranstalten den 4. Kongress PHOSPHOR – EIN KRITISCHER ROHSTOFF MIT ZUKUNFT vom 24. – 25. Oktober 2018 in Stuttgart. Der Kongress widmet sich im Schwerpunkt den technischen Möglichkeiten und Marktmechanismen für das Recycling von Phosphor aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammasche.

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4. KONGRESS PHOSPHORRÜCKGEWINNUNG IN STUTTGART


Das Umweltministerium Baden-Württemberg und der DWALandesverband Baden-Württemberg veranstalten den 4. Kongress PHOSPHOR – EIN KRITISCHER ROHSTOFF MIT ZUKUNFT vom 24. – 25. Oktober 2018 in Stuttgart. Der Kongress widmet sich im Schwerpunkt den technischen Möglichkeiten und Marktmechanismen für das Recycling von Phosphor aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammasche.

Aktuelles

4. Kongress Phosphor - Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft - 24. – 25. Oktober 2018

Entsorgungssicherheit für Klärschlamm und Rückgewinnung von Phosphor im Fokus der zweitägigen Fachtagung

Mit einer Exkursion und einem Workshop begann in Stuttgart der 4. Phosphor-Kongress Baden-Württemberg. Die Exkursion führte zur Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage im Hauptklärwerk in Stuttgart-Mühlhausen. Beim erstmals angebotenen Workshop konnten baden-württembergische Betreiber von Kläranlagen ihre Ideen, Bedenken und Vorschläge zur Entwicklung einer langfristig tragfähigen Strategie zur Entsorgung von Klärschlamm und der Rückgewinnung von Phosphor einbringen. Im Fokus der zweitägigen Veranstaltung standen in diesem Jahr die Auswirkungen und Konsequenzen der im Oktober 2017 in Kraft getretenen Klärschlammverordnung.

Den Kongress in der Landeshauptstadt besuchten rund 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen, Planungsbüros, Verbänden, Verwaltungen sowie Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland.

Umweltstaatssekretär Andre Baumann machte im Vorfeld des Kongresses deutlich: “Die Neuregelungen der Klärschlammverordnung führen aktuell zu erheblichen Veränderungen im Entsorgungsmarkt für Klärschlamm und einer ansteigenden Verbrennungsquote in Deutschland. Baden-Württemberg muss sich angesichts dieser Situation auf Engpässe bei der Entsorgung von Klärschlämmen einstellen.“ Vor diesem Hintergrund appellierte Baumann an die Betreiber von Kläranlagen im Land, ihre Entsorgungskonzepte für Klärschlamm zu prüfen und gegebenenfalls neu auszurichten. Dabei biete es sich an, Maßnahmen und Möglichkeiten zur Rückgewinnung von Phosphor mit zu bedenken, so der Staatssekretär weiter.

„Das Land ist sich der angespannten Situation bei der Entsorgung von Klärschlämmen bewusst und hat daher gezielt einen Schwerpunkt des diesjährigen Phosphor-Kongresses auf dieses Thema gelegt“, betonte Andre Baumann. In der baden-württembergischen Umweltpolitik sei die Entsorgung von Klärschlamm in den vergangenen Monaten ebenfalls in den Vordergrund gerückt.

Auch Helmfried Meinel, Amtschef im baden-württembergischen Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, sieht für die Kläranlagen im Land zunehmende Schwierigkeiten bei der Entsorgung anfallender Klärschlämme. „Um die Entsorgungssicherheit mittel- und langfristig sicherzustellen, werden wir nicht umhinkommen, bestehende Verwertungskapazitäten zu erweitern und neue zuzubauen.“ Gleichzeitig müsse der bereits eingeschlagene Weg bei der Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm zwingend weiterverfolgt werden.

„Unser Ziel ist es, im Land in naher Zukunft eine langfristig tragfähige Infrastruktur zur Phosphorrückgewinnung zu etablieren“, sagte Meinel. Er baue dabei auf den intensiven Austausch der Akteure aus Wissenschaft und Praxis und hoffe auf zielführende Diskussionen beim diesjährigen Phosphor-Kongress.


Klärschlammnetz - Novelle Klärschlammverordnung 2017

Am 02.10.2017 wurde die Neuordnung der Klärschlammverwertung im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist damit ab dem 03.10.2017 in Kraft getreten.

Mit der Neufassung möchte der Gesetzgeber aus Vorsorgegründen die bodenbezogene Verwertung bei größeren Kläranlagen (> 50.000 EW) verbieten und die Betreiber dieser Kläranlagen nach gestaffelten Übergangsfristen von zwölf bzw. fünfzehn Jahren zur Rückgewinnung des Phosphors aus Klärschlämmen und Klärschlammaschen verpflichten. Im Rahmen der Ressourcenschonung soll der zurückgewonnene Phosphor - in Form von Phosphat - zur pflanzlichen Düngung eingesetzt werden.

Lesen Sie weiter... http://www.bmub.bund.de/themen/wasser-abfall-boden/abfallwirtschaft/abfallarten-abfallstroeme/klaerschlamm/


Rückblick zum 3. Kongress Phosphor - Ein kritischer Rohstoff mit Zunkunft

Der 3. Kongress Phosphor – Ein kritischer Rohstoff mit Zukunft vom 22. bis 23. November 2017 im Kursaal Stuttgart Bad Cannstatt unter der Schirmherrschaft des Umweltministeriums Baden-Württemberg konnten wir als Veranstalter mit einer sehr guten Resonanz seitens der Aussteller und 200 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet sowie dem europäischen Ausland abschließen.

Die Diskussionsrunden und Pausen dienten allen Teilnehmern und Referenten dem intensiven Dialog und vertiefenden Fachgesprächen.

Nahezu 70 Teilnehmer haben zu Beginn der Veranstaltung die Gelegenheit genutzt, die Fachexkursionen zum Fraunhofer IGB & zur Versuchsanlage zum PhosKa-Verfahren in Kupferzell sowie zur Mephrec-Pilotanlage bei der Klärschlammverwertung Region Nürnberg zu besuchen.

Die neue Klärschlammverordnung bestätigt, was Baden-Württemberg schon vor über zehn Jahren beschlossen hat: Wir sind aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung ausgestiegen und haben eine Strategie zur Phosphor-Rückgewinnung entwickelt. Die neue Klärschlammverordnung leitet bundesweit einen Paradigmenwechsel bei der zukünftigen Klärschlammverwertung ein.

Für Baden-Württemberg hat die Neuregelung der Klärschlammverwertung zur Folge, dass die Phosphor-Rückgewinnung in absehbarer Zeit für die größten 84 Kläranlagen im Land verpflichtend wird. Davon sind rund 9 Prozent der insgesamt 916 Kläranlagen in Baden-Württemberg berührt, bei denen landesweit rund 60 Prozent des gesamten Klärschlamms anfällt.

Die Kläranlagenbetreiber müssen sich jetzt entscheiden, ob die Rückgewinnung von Phosphor vor oder nach der Verbrennung erfolgen soll und welches Rückgewinnungsverfahren sich am besten für sie eignet. Um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, muss ebenfalls geprüft werden, ob durch eine interkommunale Zusammenarbeit Synergien erschlossen und genutzt werden können. Dabei haben die Betreiber bis Ablauf der Übergangsfristen in der Klärschlammverordnung nur scheinbar viel Zeit. Tatsächlich müssen die Planungen zeitnah beginnen, wenn nach Detailplanung, Gremienbeschlüssen und Genehmigungsverfahren noch ausreichend Zeit für den Anlagenbau vorhanden sein soll.



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© Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. // (DWA)

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