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Grosstechnische Umsetzungen


Großtechnische Pilotanlage zur Phosphor-Rückgewinnung aus Klärschlamm als Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP) nach dem "Stuttgarter Verfahren"

Am Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart wurde in Zusammenarbeit mit der iat-Ingenieurberatung GmbH, Stuttgart das sogenannte "Stuttgarter Verfahren" zur Phosphorrückgewinnung aus anaerob stabilisierten Klärschlämmen
als Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP) entwickelt.
Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass kommunaler Klärschlamm von Kläranlagen mit simultaner Phosphat-Elimination mit Eisensalzen verwendet werden kann und keine Verfahrensumstellungen seitens der Abwasserreinigung erforderlich sind (z.B. Bio-P-Betrieb). Das erzeugte Produkt Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP) kann direkt als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden.

Das Verfahren wurde in den Jahren 2003 und 2004 entwickelt und im Labormaßstab erprobt. Aufbauend auf diesen Erfahrungen wurde inzwischen eine halbtechnische Versuchsanlage erfolgreich betrieben. Als Fortsetzung des Betriebes der halbtechnischen Anlage wurde die Anlage zur großtechnischen Phosphor-Rückgewinnung am 18. November 2011 nach dem Stuttgarter Verfahren in Betrieb genommen. Das Modellvorhaben wurde vom Land Baden-Württemberg bezuschusst, durch den amtierenden Umweltminister des Landes Baden-Württemberg Franz Untersteller offiziell eingeweiht und auf der Kläranlage des AZV "Raum Offenburg" realisiert. Homepage

Nach dem anschließenden Versuchsbetrieb wurde das Verfahren von 2012 bis 2016 untersucht und optimiert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus den durchgeführten Optimierungsarbeiten an den einzelnen Prozessschritten und dem Gesamtprozess der großtechnischen Anlage sind im Abschlussbericht 2017 einzusehen.

Klärschlammverwertung Region Nürnberg (KRN-Mephrec)

Das Projekt KRN-Mephrec wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Programm ERWAS gefördert. Die Verbundpartner des Projekts entwickeln ein Energie- und Stoffstrommanagement zur Verwertung des regional anfallenden Klärschlamms aus der Abwasserreinigung. Ziel ist die nahezu reststofffreie Rückgewinnung der Pflanzennährstoffe (Phosphorverbindungen) und der Metalle sowie die Nutzung der im Klärschlamm enthaltenen Energie. Mit Hilfe einer Pilotanlage im halbtechnischen Maßstab soll das Verfahren der einstufigen, metallurgischen Verarbeitung des Klärschlamms in seinen Kernkomponenten getestet und für den Dauerbetrieb fortentwickelt werden. In diesem Sinne werden mit dem Vorhaben alle maßgeblichen Fragen der integrierten Systemlösung zur energetischen und stofflichen Klärschlammverwertung beantwortet. Homepage


Magnesium-Ammonium-Phosphat (MAP) - Das Produkt Berliner Pflanze

Im Klärwerk Waßmannsdorf gewinnen wir durch Phosphorrecycling aus Abwasser einen mineralischen Langzeitdünger. Das Granulat bestehend aus Magnesium-Ammonium-Phosphat ist seit 2008 nach EU-Düngemittelverordnung (VO 2003/2003) zugelassen und unter dem Namen Berliner Pflanze® erhältlich. Berliner Pflanze® ist ein hochwertiger Langzeitdünger - kristallin, geruchlos, hygienisch einwandfrei und wird laut Düngemittelverordnung ständig überwacht. Versuche mit Berliner Pflanze® zeigen eine sehr gute Pflanzenverfügbarkeit des Düngers. Eingesetzt im Gartenbau und in der Landwirtschaft sorgen seine wertvollen Mineralien und Spurennährstoffe für Blütenpracht und gesundes Wachstum. Homepage



DWA Landesverband Baden-Württemberg
Rennstraße 8 | 70499 Stuttgart | Telefon: 0711 89 66 31-0 | E-Mail:
info(at)dwa-bw.de


© Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. // (DWA)

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